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Entspannung als Weg zur Wirklichkeit

  • Autorenbild: Souheil Thabti
    Souheil Thabti
  • 28. Mai
  • 12 Min. Lesezeit

Über Angst, Seele und die Macht des Loslassens


Es gibt Momente, in denen man etwas versteht – nicht mit dem Kopf, sondern mit dem ganzen Körper. Momente, die sich anfühlen wie ein Todestag, und das nicht im metaphorischen Sinne. Überwältigend. Aber diesmal anders als sonst, mit weniger Angst. Und gerade deswegen noch heftiger, noch echter, noch intensiver gespürt. Als würde sich etwas um den Hals legen, brennen, kribbeln, nicht wirklich wehtun – aber als würde es wehtun wollen. Als würde der Teufel kämpfen, um einen mitzunehmen.


Aber auf der anderen Seite steht eine einfache Stimme: Entspann dich. Erinnere dich.


I. Der Tod und das Wachsen der Dinge


Der Tod – auf Arabisch ein Wort, das Gott gehört – ist etwas, das sich nachweisen lässt. Nicht durch Formeln, sondern durch einfaches Hinschauen. Wie die Dinge in der Natur wachsen und gedeihen und erst mal halten. Und irgendwann, wenn sie anfangen zu vergehen, dann fängt es auch langsam an. Das ist der Körper. Unser Körper. Unser Umgang mit ihm und unsere Entscheidungen über ihn – das ist der eigentliche Gegenstand der Frage.


Die Wissenschaft produziert zwar auf der einen Seite wahres Wissen. Aber weil es von Angst verwoben und durchzogen ist, produziert sie gleichzeitig Angst. Sie entspannt die Menschen, und sagt ihnen dabei Dinge, die so seltsam und komisch klingen, dass das Ablenktsein entsteht – ein Zustand, der sich anfühlt wie eine mentale Angstmachung. Gedanklich. Das Sich-Erschrecken selbst ist ein Angstmoment in der Wahrnehmung. Aber die Entspannung bringt es wieder in Ordnung. Immer wieder.


II. Die Seele und der entspannte Körper


In der Leier – in diesem tief entspannten körperlichen Zustand – zeigt sich die Seele immer mehr. Nicht inszeniert, nicht herbeigerufen, sondern einfach: ihr Sein, ihre Art, wer sie ist. Was wir im Traum lernen sollen, wenn wir schlafen, ist kein zufälliges Chaos, sondern eine Zwischenphase. Die sich öffnende Seele, während der Körper sich entspannt.


Der einzige Weg ist wirklich durch. Mit Entspannung. Und je tiefer diese Wahrnehmung wird, umso gefährlicher wird sie – wenn man nicht entspannt. Denn dann kommt die Angst. Und die Angst verbiegt alles.


Was wir in den religiösen Traditionen finden – bei Gurus, bei Imamen, in den Praktiken der Stille –, ist im Kern nichts anderes als diese Entspannung. Das Wissen darüber, wie man sich in Ruhe bringt. Wie man in sich hineinkommt, ohne Angst davor zu haben, was man dort vorfindet.


III. Seelenfrieden als einziger Weg zu den Substanzen


Der einzige, wirklich der einzige Weg, diese Substanzen zu verstehen – Halluzinogene, Psychedelika, die Verbindung von THC und MDMA –, ist einen inneren Frieden zu finden. Einen Seelenfrieden zu finden. Nicht als Vorbedingung im moralistischen Sinne, sondern als schlichte Notwendigkeit. Wer diesen Weg ohne Seelenfrieden geht, dem wird die Tiefe, die sich öffnet, zur Bedrohung. Wer ihn mit Seelenfrieden geht, dem wird dieselbe Tiefe zur Erkenntnis.


Das ist nicht Schwärmerei. Das ist Beobachtung.


IV. Halluzination oder Wahrnehmung – eine falsch gestellte Frage


Was auf einem solchen Trip passiert: Man liegt, und beginnt, Sachen zu sehen. Muster. Augen. Gesichter. Einen Reiter auf einem Pferd. Einen Elefanten dahinter. Die Frisur eines Baumes. Die anderen tun das als Halluzinationen ab. Aber sie fragen nicht: Wie kommt es, dass jemand das wirklich wahrnimmt?


Wenn ein wirklich ehrlicher, aufrichtiger Wissenschaftler – egal wie materialistisch und atheistisch er ist – einem Menschen begegnet, der sagt: Ich habe etwas gesehen, und dieser Mensch lügt erkennbar nicht – warum geht er der Sache nicht nach? Die Antwort ist einfach: weil er Angst davor hat, dass wenn das wahr wäre, es heißen würde, dass wir in einer anderen Realität leben.


Aber genau das ist es. Was auf dem Trip als Halluzination abgetan wird, ist in Wirklichkeit etwas anderes: Mustererkennung, gepaart mit Kreativität, gepaart mit der Entspannung der Seele. Einer Entspannung, die sie im Alltag so selten erreicht, die sie aber im Tiefschlaf kennt – wo die Wüstenträume kommen, wo sie sich austobt, weil sie dort endlich frei ist. Was im Schlaf möglich ist, wäre im wachen Zustand genauso möglich. Aber wir haben die Welt zerstört. Wir sind gut dabei, sie endgültig zu zerstören.


V. Schizophrenie und die offen gebliebene Seele


In der Kindheit ist die Seele noch offen. In der Jugend vollzieht der Körper den Wechsel vom unvermögenden Kind zum vermögenden Erwachsenen – durch die Pubertät. Und in dieser vulnerablen Zeit entwickeln manche Menschen das, was wir Schizophrenie nennen. Sie halluzinieren, hören Stimmen. Weil ihre Seele offener geblieben ist als die der anderen. Als die jener, die einfach folgen und sich anpassen, wodurch auch immer – und damit zur Norm gehören.


Aber was wenn das keine Krankheit ist, sondern eine Fähigkeit, die sich, ohne Frieden und ohne Entspannung, in Angst auflöst? Ein Paranoider, der in diesem entspannten Seelenzustand ist – in dieser Lebendigkeit und diesem Potenzial – und dem dann die Angst kommt: Er nimmt die Welt als normal wahr. Also wirklich, wirklich normal. Dass es normal ist, ein Geräusch von hinten zu hören und zu denken, jemand läuft hinter einem her. Das ist normal geworden – weil wir solche Geschichten haben, solche Märchen. Aber sie enden immer gut. Und da, genau da, findet man den Weg Gottes.


VI. Der Teufel als mentale Kraft


Der Teufel hat keinen Körper. Das ist keine fromme Metapher, das ist eine präzise Beschreibung. Er ist eine mentale Welt. Und nur in der mentalen Welt – weil sie individuell ist – können bestimmte Menschen ihm begegnen. Er ist gefangen. Er kann nicht auf die Erde kommen und uns bekämpfen. Wir haben uns durchgesetzt. Wir sind hier im Paradies geblieben. Er musste raus. Deswegen ist er im Mentalen. In Träumen. Dann, wenn der Körper wirklich gar nicht mehr sich bewegt.


Er arbeitet durch Ablenkung. Weil die Menschen ihn einst noch sahen, erzählt er ihnen Geschichten. Und dann schicken sie ihn weg, weil er Geschichten erzählt, die gemein sind – die aber erstmal schmackhaft sind. Die Suche nach dem Baum, von dem wir nicht essen sollen: das muss ein echter Baum gewesen sein, eine echte Frucht. Und er hat eingebläut und eingeflüstert. Aber der Baum ist wichtiger als die Frucht – denn ohne Baum gibt es keine Frucht. Die Wurzel ist das Entscheidende. Mutter Natur. Und wie wir mit unserer Mutter umgehen, so werden wir dort leben, wo wir sind.


Das tagtägliche Arbeiten des Teufels ist die Ablenkung. Und die Exklusivität. Immer wieder die Exklusivität: Du bist der Stärkste, der Krasseste, der Besondere. Übermacht erlangen. Aber Macht haben wir eigentlich alle. Es wird uns nur verwehrt, sie zu sehen, zu spüren, zu fühlen. Das ist die Macht der Entspannung. Wir sind anders als der Teufel. Dem ist die Macht zu Kopf gestiegen – weil die Macht nämlich überall im Körper ist. Spalte nichts ab. Spalte nicht deinen Arm, deine Beine, was auch immer. Bleib ganz. Denn so bekommt der Teufel uns nicht.


VII. Die Wahrheit als Wirklichkeit aller Perspektiven


Die Wahrheit ist nicht eine einzige Perspektive. Die Wahrheit ist, dass alle Perspektiven wahr sind. Für ihn ist es wirklich passiert, so wie er sagt. Für mich ist es wirklich passiert, so wie ich es sage. Absolut wahre Wirklichkeit – beide Teile gehören zu dieser einen Wirklichkeit.


Was uns der Teufel antut – durch Verdrehung von Wörtern, durch andere Priorisierungen, durch subtiles Verschieben –, ist das Spalten dieser Wirklichkeit. Plötzlich gibt es nur noch eine Wahrheit, und die liegt bei dem, der lauter spricht. Aber das ist die Sünde: das Nicht-Annehmen der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist nicht das Genormte. Die Person ist das Genormte. Die Person sagt: Das gibt es nicht, das stimmt nicht, das hat damit nichts zu tun. Obwohl der Körper, der Leib, der Mensch – im Gegensatz zur Person – es wirklich wahrgenommen hat. Das ist Individualität. Nicht: Ich bin self-empowered, und deswegen folge ich jetzt anderen Menschen. Self-empowered heißt wirklich, dass du in deiner Realität, in deiner Wirklichkeit, wie du die Welt wahrnimmst – wie du sie siehst, wie du sie sehen kannst –, darin wohnst.


Hans-Peter Dürr nannte es die Wirk-lichkeit. Das Potenzial aller Perspektiven. Er wurde dafür belächelt, vielleicht verhöhnt. Das ist das Verwirren, das in diese Überlegungen hineinkommt – aber es gehört dazu. Der Weg des Teufels ist das Spalten. Das Weglenken. Das Sagen: Das gehört nicht hierher. Doch, es gehört hierher. Beides gehört hierher.


VIII. Wie Wissen zur wahren Macht wird


So wird Wissen zu einer wahren Macht: Weil du weißt, du siehst das, wovon dir jemand sagt, es sei negativ und schlimm. Aber du siehst nicht nur, dass es negativ ist. Du siehst, dass es überhaupt möglich ist. Und das heißt: Du schaust in die Natur, kauerst nicht zusammen, taust nicht ab, sondern siehst die möglichen Wahrnehmungen – nicht Halluzinationen im pathologischen Sinne, sondern das, was einfach ist. Ohne es sofort als Schlimmes einzusortieren. Ohne die Angst, schizophren zu sein.


Ich sehe in Bäumen Gesichter. Ich sehe den Himmel, spüre die Wärme der Sonne, höre das Summen einer Biene beim Vorbeifliegen. Und zwar entspannt. Nicht: Oh Gott, ja, das höre ich auch so – nein, entspannt. Und ich nehme dadurch die Wirklichkeit wahr.


Aber anstatt zu entspannen, anstatt wirklich Seelenfrieden in sich zu haben, kriegen wir Angst. Der Körper interagiert mit dieser Wahrnehmung zu schnell. Er reagiert automatisch. Aus Angst. Es könnte etwas Schlimmes sein. Es kann nichts Schlimmes sein – solange wir bei Gott sind und das tun, was uns intuitiv in die Seele gelegt wurde. Diese Seele, die weiß, was sie gerade braucht.


IX. Natur, Dunkelheit und die Rückkehr der Wahrnehmung


Wir haben die Dunkelheit zerstört. Die Sterne, die im Dunkeln leuchten, sind uns eine Erinnerung – in den parasympathischen Zustand des Körpers zur Ruhe zu kommen. Wir bräuchten die Nacht wieder so, wie sie ist. Den Himmel beim Einschlafen. Das Feuer des Lagerfeuers, zu dem wir uns wandten, draußen, damit unsere Augen nur Licht sehen. Und immer Licht sehen. Und immer Möglichkeiten sehen. Weil sich aus dem Licht Entspannung schicken lässt.


Die Fähigkeit, Menschen zu lesen – wirklich zu sehen –, ist in uns allen drin. Das Auge, das jetzt anders liegt. Das feine Zucken. Das sind ganz feine Sachen, die wir nicht mehr wahrnehmen. Weil wir nicht mehr darüber reden. Weil wenn wir dem Weg folgen würden, wirklich vollkommen gesellschaftlich offen zu hinterfragen, was die Wissenschaft herausgefunden hat – und dem zu folgen und zu gucken: Wohin führt uns diese Argumentation wirklich? Durchgedacht, nicht in Angst versetzt, durchgedacht.


X. Das Fasten und die Entscheidung


Deswegen heißt es: Fastet, und ihr werdet gesund. Fasten kann selbstverständlich heilen. Aber das eigentliche Wesen des Fastens ist die konkrete Frage: Wofür entscheidest du dich? Änderst du dein Leben oder nicht? Hängst du daran, dein Leben anders zu leben? Suchst du nach der Wahrheit und schaust, was übrig bleibt?


Wenn du diesen Weg wirklich durchgehst – durchgedacht, nicht in Angst versetzt –, dann hast du danach Frieden. Nichts Abstraktes. Frieden. Geh es durch. Wirklich durch. Wenn du dich immer noch anders entscheidest, wenn du immer noch sagst: Ja, geh diesen anderen Weg – dann hat dich der Teufel. Gott lässt es zu, weil du es zugelassen hast. Du hast einen freien Willen. Und dann verändert sich alles – entsprechend dieser Angst, entsprechend dieser einen Entscheidung.


XI. Schlaf, Seele und der Übergang


Wenn der Körper schläft, schaltet er nicht einfach aus. Es ist ein Switch. Es muss einen Mechanismus geben, wo der Körper diesen Switch erfährt – aber er ist natürlich nicht plötzlich, sondern langsam. Es ist ein Sich-Hinlegen. Es ist: Ich übergebe meinen Körper auf die gesündeste Art und Weise, die mir heute gelungen ist, in den Schlaf.


Die Kraft kehrt dann zu Gott zurück. Weil der Körper jetzt die Seele nicht mehr für sich einnimmt. Er liegt da, und die Seele kann hin und zurück – weil der Körper gesund ist. Und diese Verbindung verändert nur Gott: dadurch, dass der Körper abbaut. Über Jahre. In Frieden, in Geborgenheit, in Ruhe, in Entspannung. Nicht in Streit und Katastrophen und Krisen und Kriminalität. Nein. Auch entspannt.


XII. Der Körper als Spiegel der Angst


Je mehr Angst ein Körper hat, umso höher seine Stimme. Nicht der Mensch selber, wenn du ihn fragst: Er sagt nein, keine Angst, alles gut. Aber sein Körper spricht Angst. Sein Körper spricht Angst. Sein Körper spricht Angst.


Das heißt: Wenn du Menschen helfen willst, brauchst du einen Körper und einen Geist, der sehr entspannen kann. Und das muss auf gesunde Weise sein. In einem tief entspannten Zustand – die Stimme tiefer, die Bewegungen langsamer, die Wahrnehmung weiter – ist man nicht eingeschränkt. Man ist erweiterter. Das ist die Lässigkeit des Körpers, um überhaupt so sprechen zu können.


Wenn wir das begreifen, dann begreifen wir auch: Der vernünftige Umgang miteinander darf gar nicht aufhören. Er war gar nicht dafür gedacht aufzuhören. Damit wir überhaupt diese Wahrnehmung haben können, täglich, ganz normal. Damit das unser Normal wird. Du nimmst die Welt anders wahr, wenn du einfach anders bist. Einfach nur anders essen. Niemandem Angst machen und sich keine Angst machen lassen.


XIII. Mann und Frau als zwei Seiten einer Medaille


Mann und Frau sind wirklich zwei Seiten einer Medaille. Die Medaille Mensch. Es ist eine Qualität, ein Mann zu sein. Es ist eine Qualität, eine Frau zu sein. Beide zusammen bilden die Qualität des Menschseins. Das eine ist irgendwie ein bisschen intensiver, das andere ein bisschen weniger intensiver in bestimmten Dingen – aber das ist alles eine andere Wahrnehmung, eine andere Realität. Und jeder hat Stärken. Es gibt keinen Menschen, der keine Stärken hat.


Es gibt in dieser echten Welt keinen, der nur Schwächen hat. Wenn wir wirklich Geschöpfe Gottes sind und uns so selbst spüren – Geschöpfe des Perfekten, des Absoluten, des Großartigen, des Liebevollen – dann haben wir doch keine Angst. Dann bewegen wir uns in der Welt auch ohne Angst. Und dann haben wir nie Probleme damit, jede Seite von uns zu zeigen. Weil wir keine Angst vor der jeweiligen Seite haben.


XIV. Die Chakren, die Öffnende, das Amen


Ein weiteres Kronenchakra öffnet sich mehr. Das macht Sinn. Das Kronenchakra. Und noch fehlt der untere Rücken. Es fehlen also noch Sachen. Das sind die Juwelen, die wir sammeln müssen in unserem Leben. Die sieben Juwelen. Die sieben Chakren. Die sieben Verse. Die erste Sure heißt die Eröffnende. Sie eröffnet.


بِسْمِ اللهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ


Amen.


Ich bewundere Gott bei dem, was ich sehe, was ich lebe, was ich hier auf der Erde erfahre. Ich sehe in Bäumen Gesichter, ich sehe den Himmel, ich spüre die Wärme der Sonne, ich höre das Summen einer Biene beim Vorbeifliegen. Entspannt. Und ich nehme dadurch die Wirklichkeit wahr.


XV. Der liebevolle Richter in sich selbst


Es geht nicht darum, sich plötzlich zu trauen und dann allein zu sein. Es geht darum, sich zu trauen und dabei keine Angst zu haben. Und falls Angst kommt: dass man sich entspannt und beruhigt.


Mit sich ins Gericht gehen bedeutet nicht: sich tadeln, sich sagen, du bist der Schlimmste. Man braucht keinen strafenden Richter in sich. Man braucht einen liebevollen, ehrlichen, direkten, nicht anlügenden Richter – der man selbst ist. Aber das ist man erst, wenn man die Angst loswird. Die im Weg steht und einem sagt, was gerecht ist und was aufrichtig und was liebevoll. Was man wirklich braucht, ist zu fragen: Warum war ich so sauer? Was hat mich getriggert? Was hat sich geöffnet? Warum denke ich gerade so? Warum bin ich gerade so größenwahnsinnig? Was ist los mit mir?


Denn das, was uns dazu gemacht hat, hat damit angefangen, wie man mit uns umgegangen ist.


XVI. Der einfache Mensch als größte Gefahr für den Teufel


Ein einfacher Mensch, ein simpler, einfacher Mensch, der wirklich Gottes Weg lebt oder versucht zu leben – der ist für den Teufel viel gefährlicher als jemand mit Reichtum und Macht. Weil er ihn nicht beeindruckt mit dem, was er drauf hat. Die Verschmelzung von Lüge braucht die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass solch ein Mensch sehr wohl Fähigkeiten hat – aber er macht damit keine Angst. Und genau da liegt der Unterschied.


Anstatt das so zu sehen und dem wahren roten Faden zu folgen – Hey, warum hast du das gemacht, was ist los mit dir, komm, erzähl mal – macht man Kinder schon früh an. Schon mit zwei, drei, vier Jahren. Und das darf gar nicht aufhören. Der vernünftige Umgang miteinander darf gar nicht aufhören. Damit wir überhaupt diese Wahrnehmung haben können. Damit das unser Normal wird.


XVII. Die Wirklichkeit, wenn wir anders leben


Dann erleben wir, dass wir nie wirklich weg waren. Wie die Sonne. Die ist immer da, jenseits der Wolken, wenn wir Tag haben. Und wenn Nacht ist und die Sonne nicht mehr da ist, sollen nur die Sternchen scheinen – damit wir schlafen. Uns ausruhen. Denn Schlafmangel bringt Stress. Stress bedeutet mehr Anspannung. Mehr Anspannung bedeutet unweigerlich, allein schon in der Bewegungsautonomie des Menschen, in der gesamten Biologie, dass die Bewegung hektischer wird – und damit auch Gewalt. Und Aggression.


Weil der Körper nicht gelernt hat, sich zu entspannen. Er nahm nämlich nicht nur wahr, dass jemand sprach. Er nahm einen Menschen wahr, der komplett angespannt war in seiner ganzen Biologie. In seinen Frequenzen und Schwingungen. In allem, wirklich allem zusammen. Das ist es, was zusammen unsere Wahrnehmung verändert. Und sie kleiner macht, enger macht, trüber macht.


Darin glücklich und zufrieden zu sein – das ist die Frage, die sich stellt. Denn ich nehme die ganze Wirklichkeit anders wahr. Und das nur, weil ich angstlos werde. Es ist nicht nur das Wegkommen. Es ist: Ich nehme die Angst in Kauf. Ist mir egal. Wenn ich so die Welt sehen kann, jeden Tag.


Schluss: Zuflucht


Ich suche Zuflucht bei Gott. Bei wem soll man Zuflucht finden außer bei Gott – vor dem Teufel, vor dem Satan, vor seinen Geschichten? Vor der mentalen Welt, die er bewohnt, weil er keinen Körper hat und keinen haben kann?


So würze mich mit Ruhe und mit Frieden. Mit Geborgenheit und mit Vertrauen. Mit Gottvertrauen. Mit Entspannung. So wie du es willst.


Es spricht gar nichts dagegen, entspannt zu sein. Wir müssen gar nichts. Und außer Angst ist nichts, was uns wirklich im Weg steht. Das ist die Wahrheit. Das ist die absolute Wahrheit – die das Potenzial aller Perspektiven verändert. Wenn wir sie wirklich zulassen. Wenn wir miteinander reden. Wenn wir uns miteinander austauschen. Dann erleben wir, was möglich ist.


Viel mehr ist möglich.

 
 
 

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